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Eifersüchtiger Pilot stellt Gattin nach
Albert Matterstock sieht rot
Wer küßt hier wen? Diese Frage steht im Mittelpunkt der Verwechslungskomödie "
Wer küßt Madeleine?", die Regisseur
Victor Janson im April und Mai 1939 für die
Terra Filmkunst dreht. Was auf den ersten Blick wie eine typisch französische Salonkomödie daherkommt, stammt in Wirklichkeit aus der Feder des erfahrenen Drehbuchautors
Edgar Kahn. Erlesen ist auch die Besetzung des Lustspiels: Mit
Albert Matterstock,
Magda Schneider,
Hermann Speelmans und der als komische Naive brillierenden
Herti Kirchner hat Janson ein temperamentvolles Ensemble vor die Kamera geholt. Bis zur Antwort auf die eingangs gestellte Frage dauert es etwas. Denn die Protagonisten haben eine Fülle verwickelter Situationen zu überstehen und Missverständnisse zu aufzuklären.
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Hermann Speelmans und Albert Matterstock in "Wer küßt Madeleine?"
Luftikus wird eifersüchtig
Eigentlich könnte Pierre Pasqual (
Albert Matterstock) ein zufriedenes Leben führen: Als Verkehrsflieger hat er Erfolg, in Madeleine (
Magda Schneider) eine reizende Frau, und auch finanziell steht alles zum Besten. Allerdings ist Pierre beruflich viel unterwegs. In seiner ständig wachen Eifersucht quält ihn der Gedanke, was Madeleine wohl in seiner Abwesenheit treibt. Verehrer hat die bezaubernde Frau schließlich mehr als genug. Zum Beispiel Maurice Duroi (
Hermann Speelmans), Pierres Funker, dem ein fataler Ruf als Schürzenjäger vorauseilt. Oder den Schriftsteller Gaston de Villiers (
Ernst Waldow), dem Pierre bereits in verfänglicher Situation begegnet ist. Nicht zu vergessen Viktor Descamps (
Wolf Kersten), der beharrlich Madeleines Nähe sucht und sogar von der Polizei in Gewahrsam genommen wird. Pierres Argwohn richtet sich gegen jeden dieser Herren. Doch auch Madeleine hat Grund zur Eifersucht: Pierre gerät nämlich in die Fänge von Dorothy Simplon (
Ilse Fürstenberg) samt Tochter.
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Albert Matterstock ("Wer küßt Madeleine?")
Abstieg eines Gentleman
Albert Matterstock gehört zu den großen Vergessenen des deutschen Kinos. Der gebürtige Leipziger debütiert 1937 in
Wolfgang Liebeneiners Film "
Yvette - Die Tochter einer Kurtisane" und spielt darin einen jungen Ingenieur. Die Rolle weist die Richtung für Matterstocks weitere Filmkarriere. Rollen als Pilot in "
Ziel in den Wolken", Rennfahrer in "
Lauter Lügen", Lehrer in "
Unser Fräulein Doktor" oder Komponist in "
Ein Walzer mit dir" ermöglichen es dem Schauspieler, in seiner Paraderolle als eleganter, weltgewandter Liebhaber zu glänzen.
Nach Kriegsende kann Matterstock seine Filmarbeit nur mit fünfjähriger Verzögerung wieder aufnehmen. Den Rang als sympathisch-stilvoller Gentleman-Darsteller laufen ihm nun jüngere Kollegen ab. In die Schlagzeilen gerät Matterstock jedoch durch seine von der Presse thematisierte Drogen- und Medikamentenabhängigkeit. 1960 erliegt er den Folgen seiner Sucht.