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Falk Harnack verfilmt Hitler-Attentat
20. Juli - Fakten statt Fiktion
Der 20. Juli 1944 ist ein wichtiger Tag für die deutsche Geschichte. Es geht um den Attentatsversuch auf
Adolf Hitler, den Graf Schenck von Stauffenberg mit seinen Freunden plante. Auch wenn der Versuch scheiterte, zeigt er immerhin, dass es einige wenige Menschen gab, die ihr Leben riskierten, um Hitlers Schreckensherrschaft zu beenden.
Falk Harnack wagt sich an die Verfilmung dieses denkwürdigen Tages. Es ist ein Hauptanliegen des Regisseurs, die Ereignisse geschichtlich korrekt darzustellen.
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Wolfgang Preiss als Graf Stauffenberg (Szene)
Rat eines Widerstandskämpfers
Dazu haben Harnack und seine Mitarbeiter im Vorfeld umfangreiches Quellenmaterial studiert. Auch mit Angehörigen der Opfer haben sie gesprochen. Wie die erste Juniausgabe der Zeitschrift
Film Revue 1955 berichtet, war bei den Dreharbeiten einer der Widerstandskämpfer anwesend: Rudolf Christoph Freiherr von Gersdorff stand dem Drehstab als Ratgeber zur Seite. Dieser war nicht nur am gescheiterten Attentat des 20. Juli beteiligt. Er hatte bereits am 21.März 1943 versucht, Hitler mit einer Granate zu töten. Der Film beginnt mit dem Abend des 20. Juli mit der Erschießung der "Verräter", wie die Nazis sie nannten. In Rückblenden erzählt er die Ereignisse, die zur Planung der "Operation Walküre" geführt haben. Geschildert wird die Handlung aus der Sicht von Hildegard Klee (
Annemarie Düringer) und Bauingenieur Lindner (
Robert Freitag). Letzterer war im Krieg Hauptmann, Klee eine der Sekretärinnen des Führers. Dies sind die beiden einzigen fiktiven Charaktere, ansonsten hält sich der Film streng an geschichtliche Fakten. Die Rolle des Graf Schenck von Stauffenberg wird von
Wolfgang Preiss gespielt.
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Annemarie Hinz als Hildegard Klee
Absurd: Wer ist der Schnellste?
Falk Harnacks Verfilmung ist eine der ersten über das gescheiterte Attentat auf Hitler. Ihr folgt eine Reihe an TV- und Kinofilmen, darunter:"
Stauffenberg" mit
Sebastian Koch und "
Operation Walküre - Das Stauffenberg Attentat" mit
Tom Cruise. Harnack wäre beinahe der Erste gewesen, der den Stoff auf die Leinwand bringt. Während der Dreharbeiten zu "Der 20. Juli" kam es zu einem absurden Wettrennen mit
Georg Wilhelm Pabst. Dieser drehte zeitgleich "
Es geschah am 20. Juli". Pabst gewann, indem er seinen Film am 19. Juni 1955 in die deutschen Kinos brachte, zwei Tage vor Harnack. Falk Harnack hatte sich selbst am Widerstand gegen das NS-Regime beteiligt. Er hatte Kontakt zu den Geschwistern Scholl und der weißen Rose. Nach der Verhaftung und Hinrichtung dieser Widerstandsbewegung drohte Harnack das gleiche Schicksal. Er wurde jedoch aus Mangel an Beweisen vom Volksgerichtshof München freigesprochen.