Russell Crowe ("Robin Hood") soll beim Krimi "77" erstmals Regie führen. Zudem ist er als Hauptdarsteller im Gespräch. In der Adaption einer Geschichte von James Ellroy... mehr
Steve Buscemi erlebt Korruption
Steve Buscemi ("Coffee and Cigarettes") und Sigourney Weaver ("Alien - Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt") gesellen sich in "Rampart" zu Woody Harrelson... mehr
Heiß begehrt
"The Night Watchman" heißt das erste Engagement des Oscar-Gewinners Forest Whitaker nach dem preisgekrönten "Der letzte König von Schottland - In den Fängen der Macht". Das... mehr
Familienbande
Scarlett Johansson ist bei Regisseuren derzeit sehr gefragt. Der Jungstar wird in "Mary Queen of Scots" die Titelrolle übernehmen. Mutter und Managerin Melanie produziert das... mehr
Als er zehn Jahre alt war, wurde seine Mutter ermordet. Von da an verbrachte James Ellroy jede freie Minute mit dem Lesen von Kriminalberichten. Vor allem ein Fall faszinierte ihn: Der Tod des schönen Starlets Betty Short, genannt "Die Schwarze Dahlie". Mehr noch als der Mord an der eigenen Mutter löste dieser Fall in ihm eine Obsession für Gewalt und Verbrechen aus. Als sein Vater stirbt, ist Ellroy 17 Jahre alt. Ohne Geld und Unterkunft hält er sich mit zwielichtigen Jobs über Wasser, verfällt dem Alkohol und Drogen und landet mehrmals im Gefängnis. Viel schlimmer aber noch sind seine sexuellen Zwänge. Immer wieder steigt Ellroy in die Wohnungen fremder Damen und schnüffelt an ihrer Unterwäsche. Als er Mitte der 1970er Jahre mit einer schweren Psychose ins Krankenhaus eingeliefert wird, beschließt er, sein Leben endlich zu ändern. Er überwindet seine Süchte und nimmt einen Job als Golf Caddy an. 1979, kurz vor seinem 31. Geburtstag, beginnt er dann mit dem Schreiben seines ersten Romans, "Browns Grabgesang". 1982 erscheint sein zweites Buch, "Heimlich", in dem die typischen Merkmale seiner späteren Werke bereits zu erkennen sind. Die Geschichten spielen meist im Los Angeles der 50er Jahre, handeln über exzessive Gewalt an Frauen, psychopathische Täter und zerrissene Helden ohne weiße Weste. Die Süddeutsche Zeitung schreibt: "Ellroy ist der wohl wahnsinnigste unter den lebenden Dichtern und Triebtätern der amerikanischen Literatur." Mit "Die Schwarze Dahlie", in dem Ellroy den Tod der eigenen Mutter ebenso verarbeitete, wie jenen Mordfall, der ihn seit über 30 Jahren faszinierte, gelingt ihm 1987 der internationale Durchbruch. Die Kinoadaption seines 1990 veröffentlichten Romans "L.A. Confidential - Stadt der Teufel" wurde 1997 mit zwei Oscars ausgezeichnet.