Srdjan Dragojevićs "Parada" ist bei der Berlinale 2012 ein Publikumshit und wird mit dem Panorama Publikumspreis ausgezeichnet. Bevor Dragojević zum Film geht, versucht er sich in mehreren Berufsfeldern. Er studiert Psychologie, ist 'preisgekrönter Poet' (Dragojević), schreibt Film- und Musikkritiken und hat in den 1980er Jahren sogar 'eine ziemlich bekannte New Wave Band'.
Seinen Weg zum Film leitet er 1987 mit dem Studium der Film- und Fernsehregie an der mazedonischen Universität der Künste ein. 1992 reüssiert er mit der Tragikomödie "Wir sind keine Engel". Für das Kriegsdrama "Dörfer in Flammen" wird er mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Jury-Preis auf der Mostra International de Cinema, dem Internationalen Filmfestival in Sao Paulo.
In seinen Filmen setzt sich Dragojević immer wieder gegen gesellschaftliche Missstände ein, wobei er seine Haltung ästhetisch durch einen tragikomischen Blick auf die Verhältnisse verdichtet. 'Ich bin wahrscheinlich etwas manisch-depressiv, vielleicht gehen Komödie und Tragödie deshalb bei mir Hand in Hand', so Dragojević über sein künstlerisches Credo.