Vita
Markus Imboden, 1955 im Schweizerischen Interlaken geboren, macht zunächst eine Ausbildung als Elektroniker. Nachdem er die Matura (das Schweizer Abitur) nachholt, studiert er Germanistik und Geschichte an der
Universität Zürich.
Zwischen 1981 und 1986 arbeitet er als Regieassistent am
Schauspielhaus Zürich und Schauspiel Köln. Danach ist er als freischaffender Regisseur und Drehbuchautor tätig und debütiert 1986 mit "
Moviestar". Nach einigen Fernseharbeiten gelingt ihm mit "
Katzendiebe" ein erster Kinoerfolg. In Deutschland wird der Schweizer mit Filmen wie "
Frau Rettich, die Czerni und ich" und "
Komiker" einen Namen.
In den 2000er Jahren arbeitet Imboden vornehmlich fürs Fernsehen. Unter anderem dreht er den Zweiteiler "
Auf ewig und einen Tag", in dem er sich mit den Auswirkungen der Attentate vom 11. September 2001 auf die Angehörigen der Opfer auseinandersetzt. Für den TV-Krimi "
Mörder auf Amrum" wird er 2010 mit dem
Hamburger Krimi- und dem
Grimme-Preis ausgezeichnet.
2011 dreht Imboden mit "
Der Verdingbub" seinen ersten Kinofilm nach zehn Jahren. Mit dem ambitionierten Drama nimmt er sich eines in der Schweiz lange tabuisierten Themas an: dem Verdingwesen, bei dem Waisen, Kinder von alleinerziehenden Müttern und Kinder aus einfachen Verhältnissen von den Behörden an Bauernfamilien gegeben wurden, wo sie nicht nur als Arbeitssklaven missbraucht wurden. Der Film trifft den Nerv der Schweizer Gesellschaft und wird zu einem überragenden Erfolg.
Imboden ist seit 2005 mit
Martina Gedeck liiert, mit der er auch bei mehreren Fernsehproduktionen zusammengearbeitet hat.