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Tom Hanks auf PR-Tour für Terminal
Tom Hanks bleibt auf dem Boden

Das totale Weichei

Er sieht sich selbst als nichts weiter als einen "Mann, den man dafür bezahlt, dass er Filme macht." Dass seine Filme stets erfolgreich sind und dass er zu den gefragtesten Hollywoodstars gehört, scheint den charismatischen Schauspieler nicht groß zu interessieren. Oscargewinner Tom Hanks ist trotz seines Erfolges auf dem Boden geblieben. Wichtiger als das Berühmtsein sind dem Trekkie und Kennedy-Fan die Kinder und seine glückliche Ehe.
Von  Redaktion Ricore Text,  4. Dezember 2004

Tom Hanks auf dem Filmfest von Cannes

Tom Hanks auf dem Filmfest von Cannes

Schon früh lernt Tom Hanks das Leben als Kind in einer zerrütteten Ehe kennen. Im zarten Alter von fünf Jahren lassen sich seine Eltern scheiden, Tom wächst bei seinem Vater auf. Dieser führt ein halbes Nomadenleben, wechselt öfters Jobs und Ehefrauen. Über diese Zeit erzählt Hanks: "Als ich zehn Jahre alt war, hatte ich drei Mütter, war auf fünf Schulen und habe in zehn Häusern gewohnt." Das ständig wechselnde Umfeld stärkt den kleinen Tom und bereitet ihn auf das spätere harte Leben im Filmzirkus vor. Sein komödiantisches Talent stammt auch aus dieser Zeit. Er versucht, Anschluss zu finden, in dem er komische Sachen macht. 1966 endet die Reiserei, die Familie macht sich in Oakland sesshaft, wo die Kinder ungestört die Hauptschule und das Gymnasium besuchen können. Doch die Kinderjahre bleiben unvergessen. Hanks versucht, die Fehler seines Vaters bei seinen Kindern nicht zu wiederholen. Er meint dazu: "Ich bin ein absolutes Weichei, soweit es meine Kinder betrifft. Die haben mich alle um den kleinen Finger gewickelt."

Tom Hanks entwickelt sich zum ganz normalen Teenager, Astronauten sind seine Helden. Das Theater entdeckt er erst bei einer Schulaufführung von Dracula. Eigentlich will er erst Stage Designer werden, doch bald entdeckt er den Reiz des Schauspiels. Aus einer Leidenschaft wird auf dem College ein Berufswunsch. Hanks schmeißt das Studium und widmet sich ganz seiner Schauspielkarriere. Kaum 22 Jahre alt, zieht er nach New York. Er heiratet seine Studienkollegin Samantha Lewes, vier Monate nach der Geburt ihres ersten Sohnes, Colin. 1980 zieht die kleine Familie nach Kalifornien um, wo 1982 Hanks' Tochter Elizabeth auf die Welt kommt.

Tom Hanks in "Ladykillers"

Tom Hanks in "Ladykillers"

Die erfolglosen Jahre in New York noch in Erinnerung, nimmt Hanks alle Rollen an, die ihm angeboten werden. Er ist kaum noch zu Hause und in der Ehe mit Lewes beginnt es zu kriseln. Seine eigene Kindheit nur zu gut in Erinnerung, setzt Hanks alles daran, dass seine Kinder nicht das durchmachen müssen, was er musste. Doch nach verzweifelten Versuchen, die Ehe zu retten, lässt sich das Paar 1987 scheiden. Obwohl seine erste Frau das Sorgerecht für die Kinder bekommt und nach Sacramento zieht, bleibt Tom Hanks ein aktiver Teil im Leben seiner Kinder.

Kurz nach der Scheidung heiratet er seine langjährige Bekannte Rita Wilson, nach eigenen Angaben die Liebe seines Lebens. Mit der Geburt von Chester und Truman Theodore ist die Familie komplett. Anfang der 90er beginnt Tom Hanks' nicht enden wollende Erfolgswelle. Er gewinnt den Oscar als bester Schauspieler zwei Mal in Folge, seine Filme laufen immer erfolgreicher. Endlich kann er sich auch hinter der Kamera als Regisseur, Drehbuchautor oder Produzent verwirklichen. Trotz seines beruflichen Erfolges bleibt dem charismatischen Schauspieler seine Familie aber stets das Wichtigste im Leben: "Das schönste Haus bedeutet nichts, wenn dort nicht Menschen leben, die man liebt."
Redaktion Ricore Text - 4. Dezember 2004

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