© Sony Pictures
Zwischen Frankreich und England
Weltenbummlerin Kristin Scott Thomas
Kristin Scott Thomas zog 19-jährig nach Paris. Dort absolvierte die gebürtige Engländerin nicht nur ihre Schauspielausbildung, sondern lernte auch ihren späteren Ehemann kennen und lieben. Seitdem überzeugt sie sowohl in französischen, als auch in englischsprachigen Filmen mit ihrer Vielseitigkeit. Mit uns sprach Thomas über "
Easy Virtue - Eine unmoralische Ehefrau", Unterschiede zwischen ihren Filmprojekten. Zudem verriet die Schauspielerin, warum sie unsympathische Menschen mag.
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Easy Virtue - Eine unmoralische Ehefrau
Ricore: Schauspielerinnen beschweren sich immer, es gäbe zu wenig gute Rollen für sie. Aber Sie scheinen entweder unglaubliches Glück zu haben oder einfach sehr wählerisch bei ihren Rollen zu sein.
Kristin Scott Thomas: Nun, über welche der zwei Rollen reden wir hier?
Ricore: Über beide. Ihre Rollen in "Easy Virtue - Eine unmoralische Ehefrau" und "So viele Jahre liebe ich Dich" sind so unterschiedlich.
Scott Thomas: Komplett verschieden, nicht wahr? Ich denke, das mit dem Glück kommt daher, dass ich durch die Sprache die Möglichkeit hatte, zu wechseln. In England habe ich das Image Rollen spielen zu können wie in "Easy Virtue - Eine unmoralische Ehefrau". Das wurde meine Schublade und wurde dadurch unglaublich langweilig. Ich musste schreiend und tretend an den Set gezerrt werden. Ich wollte das nicht machen.
Ricore: Warum?
Scott Thomas: Weil ich diesen Part einfach nicht nochmal spielen wollte.
Ricore: Was hat Ihre Meinung geändert?
Scott Thomas: Ich weiß nicht. Ich sagte am Ende einfach zu, wissen Sie? [lacht] Ich mochte die Besetzung. Ich wollte einfach nur nicht diese Rolle spielen. Doch dann hat es so viel Spaß gemacht...
Ricore: War es schwierig, den Charakter zu spielen?
Scott Thomas: Nein. Ich denke, "Easy Virtue - Eine unmoralische Ehefrau" ist ein gutes Beispiel, wie man einen Charakter gestaltet. Bei der Figur in "So viele Jahre liebe ich dich" geht es darum, von innen heraus zuspielen, ehrlicher zu sein. Dabei wollte ich so roh und nackt wie möglich auf der Leinwand sein.