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Soziale Netzwerke nicht sein Ding
Michael Roll hasst den Laptop
Den Bezug zur Schauspielerei hat
Michael Roll seit seiner Kindheit. Vater
Gernot ist Kameramann und Regisseur und wurde 2002 mit dem Grimme-Preist ausgezeichnet. Sohn Michael bekommt 1989 den Deutschen Darstellerpreis als bester Nachwuchsschauspieler. Mittlerweile ist er seit fast 25 Jahren im Geschäft. Seine Engagements wechseln zwischen Krimi ("
Ein Fall für Zwei"), Kinderfilm ("
Das Morphus Geheimnis") und Komödie ("
Der Bär ist los"). Im Interview spricht er über den Fernsehfilm "
Die Hüttenwirtin" und erklärt, warum er ein schlechter Facebook-Besucher ist.
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Michael Roll in "Das Morphus Geheimnis"
Ricore: In "Die Hüttenwirtin" muss sich Christina Plate zwischen Stadt und Land entscheiden. Könnten Sie sich vorstellen, in der Stadt zu wohnen?
Michael Roll: Ich lebe auf dem Land, eine halbe Stunde von München entfernt. Eine Stadtwohnung wäre rausgeschmissenes Geld. Wozu eine Wohnung, wenn diese nur leer steht. Ich habe beruflich so viel Hektik um mich herum, dass der Rückzug aufs Land wirklich Balsam für die Seele ist.
Ricore: Sind Sie traditionell?
Roll: Wenn man Kinder hat, sind das meist die klassischen Weihnachts- und Geburtstagstraditionen. Wir versuchen ein paar wenige Rituale einzuhalten. Nachmittags fahre ich zu den Kindern, die bei der Mutter leben. Danach lasse ich Weihachten bei meinem Vater ausklingen. Geburtstage fallen arbeitsbedingt meist aus. Nur bei den Kindergeburtstagen versuche ich weitestgehend da zu sein.
Ricore: Ihr Vater wurde in Dresden geboren. Haben Sie von ihm noch Gebräuche übernommen?
Roll: Er ist sehr früh schon nach Berlin gezogen und mit 19 Jahren schon nach München. Er ist mehr Münchener als manch Anderer. Mein Vater ist ein exzessiver Oktoberfestgänger gewesen. Ich wurde schon als Säugling mitgeschleppt und kenne mittlerweile wahrscheinlich jeden Pflasterstein.
Ricore: Durften Sie auch von klein auf das Festbier genießen?
Roll: Nein, aber das nimmt man als Münchener automatisch mit der Muttermilch auf.
Ricore: Sie sind geschieden und haben drei Töchter. Verstehen Sie die Frauen?
Roll: [lacht] Wer von sich behauptet, er würde Frauen verstehen, lügt. Das geht nicht.
Ricore: Sie sind in dieser Hinsicht folglich eher ratlos...?
Roll: Ja, aber das ist auch das Schöne daran. Es wäre langweilig, wenn man alles gleich durchschauen würde. Das Geheimnisvolle ist das Faszinierende an Frauen. Ich finde Frauen und Männer sind die ideale Ergänzung. Die Gefühlswelt der Frauen gepaart mit dem kopflastigen, logischen Denken und der körperlichen Stärke bildet eigentlich das perfekte Lebewesen.