Interview: Wiebke Puls zu Sommer in Orange | FILMREPORTER.de

Interview

Wiebke Puls
Bühne und Leinwand

Unbefangene Wiebke Puls

Wiebke Puls verbrachte einen Sommer in Orange. Die vor allem als Theaterschauspielerin bekannt gewordene Künstlerin nutzte ihre probefreie Zeit, um unter der Regie von Marcus H. Rosenmüller einen Spielfilm zu drehen. Im Mittelpunkt von "Sommer in Orange" steht eine Gruppe von Bhagwan-Jüngern in der bayerischen Provinz. Am Set sprach Puls mit Filmreporter.de über das Bild, welches den Zuschauern von der Kommune vermittelt wird. Zudem ging sie auf die Unterschiede zwischen der Theater- und der Filmarbeit ein.
Von  Willy Flemmer/Filmreporter.de, 29. August 2011

Sommer in Orange

Sommer in Orange

Ricore: Haben Sie schon Filmerfahrungen?

Wiebke Puls: Ich mache eigentlich nur Theater. Filmerfahrung habe ich so gut wie gar keine. Wenn man fest engagiert ist, ist man viel zu sehr in Spielpläne und Probearbeiten eingebunden. An große Filmverpflichtungen ist da eigentlich nicht zu denken, wenn man diese nicht lange zuvor plant. Selbst kleine Filmengagements platzen meistens, weil Vorstellungen oder Proben dazwischenkommen.

Ricore: Haben Sie sich am Anfang Ihrer Karriere bewusst für das Theater entschieden?

Puls: Das hat sich eher so ergeben. Ich hatte überhaupt keine Ahnung, was ich eigentlich genau will. Ich dachte auch nicht, dass ich überhaupt Arbeit finde. Dann hat es nach der Schule doch sofort mit dem Theater geklappt. Seit zwölf Jahren habe ich nun eine sehr erfüllte Zeit beim Theater. Nichtsdestotrotz hatte ich mir immer gewünscht, auch Filme zu machen und ich würde mich freuen, wenn da noch mehr kommen würde.

Ricore: Was war Ihr erster Film?

Puls: Meinen ersten Film habe ich noch während des Studiums gedreht. Später habe ich mit Dieter Wedel "Mein alter Freund Fritz" gedreht. Das waren alles Kleinigkeiten, die ich da bestreiten musste. "Sommer in Orange" ist das erste Projekt, bei dem ich die Crew kennen lernen durfte, weil ich mehrere Tage am Set bin.

Ricore: Wie lässt sich das mit Ihrem Zeitplan vereinbaren?

Puls: Mein Glück ist, dass ich gerade probefrei bin. Zweieinhalb Monate lange habe ich keine Proben, sondern nur Vorstellungen. Genau in diesen Zeitraum ist "Sommer in Orange" gefallen. Ich hatte richtig Schwein. Trotzdem wäre das ganze Projekt wegen einer Vorstellung fast gescheitert. Da sind die Leute vom Film uns ein wenig entgegengekommen. Es hätte mich unheimlich geärgert, wenn es nicht geklappt hätte.

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