© ARD/Jacqueline Krause-Burberg
Konfessionsfreie Nonne
Was glaubt Janina Hartwig?
Janina Hartwig spielt in der DDR politisches Theater und ist in zahlreichen Fernsehproduktionen zu sehen. Für die Serie "
Um Himmels Willen" streift sie sich als Schwester Hanna seit 2006 die Nonnentracht über. Im Streit mit dem Bürgermeister zeigt sie ihren Sturkopf. Im Interview mit
Filmreporter.de spricht die Schauspielerin am Set über ihre Gemeinsamkeiten mit Schwester Hanna und ihren eigenen Glauben.
© ARD/Jacqueline Krause-Burberg
Fritz Wepper in "Um Himmels Willen"
Ricore: Welche Szene drehen Sie gerade?
Janina Hartwig: Wir drehen in der Bavaria-Filmstadt. Hanna hat natürlich wieder einen Konflikt mit dem Bürgermeister.
Ricore: Wie viel Hanna steckt in Janina Hartwig?
Hartwig: Die Frage ist eher: wie viel kann Janina Hartwig in die Rolle der Hanna einbringen? Ich habe mir natürlich viele Gedanken gemacht, als ich die Rolle angenommen habe. Schwester Hanna ist ein positiv denkender Mensch und das ist Janina Hartwig auch. Für sie ist das Glas immer halb voll. Hanna ist ein Sturkopf, das ist Janina Hartwig weniger. Sie ist zupackend und gibt nicht auf, da kann sich Janina Hartwig eine Scheibe abschneiden.
Ricore: Ist die Nonnentracht eine Uniform? Wie fühlt sich das an, sie zu tragen?
Hartwig: Es ist ja eine fiktive Tracht, diesen Orden gibt es in der Realität nicht. Die Kostümbildnerin hat sich eine Tracht ausgedacht, in der man sich bewegen kann und die der Figur und dem Gesicht schmeichelt. Für mich als Schauspielerin ist ein Kostüm natürlich immer hilfreich, um eine Rolle zu finden. Auch am Theater hat man das ganz oft. Ich habe ja lange am Theater gespielt und da sind Kostüme sehr wichtig, um sich der Rolle anzunähern. Und so ist es bei Hanna auch. Die Nonnentracht gibt mir eine gewisse Körperhaltung. Das hilft, um die richtige Gestik zu finden.