© Universal Pictures (UPI)
"Ich kann mich nur selbst enttäuschen!"
Matthijs van Heijningen Jr. selbstbewusst
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The Thing
Ricore: Wie schwierig war es als Hollywood-Debütant Ihre zwei Kernforderungen durchzusetzen: Norweger werden von Norwegern verkörpert und es werden möglichst nur Computerfreie Effekte eingesetzt?
Matthijs van Heijningen Jr.: Beides war überraschend einfach. Ich war von Anfang an der Meinung, dass die norwegischen Charaktere von echten Norwegern und nicht von Amerikanern gespielt werden müssen. Andernfalls hätte ich mich als Regisseur lächerlich gemacht. Deshalb ging ich zum produzierenden Studio und sagte: "So wird es gemacht und nicht anders!". Überraschenderweise antworteten sie: "Okay, kein Problem!". Bezüglich der Effekte hat es sich einfach ergeben, dass dies das Beste für den Film ist.
Ricore: Wie wichtig waren diese für die Atmosphäre von "The Thing"?
Van Heijningen Jr.: Für Schauspieler ist so etwas natürlich von Vorteil. Wenn sie beim Dreh eine Tür öffnen, ist da nicht nur ein exemplarischer Tennisball, sondern das richtige Monster. Das hilft gut, um sich in die Geschichte einzufühlen.
Ricore: Hat Ihre Erfahrung als Werbeclip-Regisseur bei der Inszenierung des visuellen Aspekts von "The Thing" geholfen?
Van Heijningen Jr.: Eine Menge, da ich in all den Jahren viel mit Spezialeffekten gearbeitet habe. Als Regisseur weiß ich deshalb was gemacht werden kann und was nicht. Wenn man in diesem Bereich noch nicht so viel Erfahrung hat, kann es passieren, dass man denkt: "Es ist in Ordnung im Studio zu drehen und es so aussehen zu lassen, als wäre man in der Antarktis." Tatsächlich ist es aber so, dass man fast immer erkennt, dass es ein Fake ist. Und so etwas lernt man, wenn man Werbeclips dreht.
Ricore: Wie sind Sie auf die Drehorte in Toronto und British Columbia gekommen?
Van Heijningen Jr.: Die Außendrehorte waren sehr einfach zu finden, da sie von
John Carpenter bereits für sein "
Das Ding aus einer anderen Welt" ausgekundschaftet worden waren. Wie Sie wissen, gibt es in der Antarktis keine sichtbaren Bäume. Deshalb mussten wir in British Columbia eine Gegend finden, die gleichzeitig hoch und flach ist und wo es keine Bäume gibt. In British Columbia gibt es ein so hohes Plateau, welches zu hoch für Bäume ist, nicht zu hügelig ist und deshalb perfekt für uns geeignet war. Toronto war unter anderem deswegen unsere Wahl, weil wir den kompletten Film in Kanada drehen wollten. Tatsächlich sollte eigentlich in Vancouver gedreht werden. Das ging jedoch nicht wegen der damals dort stattfindenden Olympischen Winterspiele.