| Originaltitel | Marie-Antoinette | |
| Genre | Drama | |
| Land & Jahr | USA 2006 | |
| Kinostart | 02.11.2006 (Sony Pictures) | |
| FSK & Länge | ab 0 Jahren• 123 min. | |
| Regie | Sofia Coppola | |
| Darsteller | Kirsten Dunst, Jason Schwartzman, Rip Torn, Judy Davis, Asia Argento, Marianne Faithfull | |
| Homepage |
http://www.sonypictures.de/index.html... |
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| Links | IMDB | |
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Bewertung (Skala: 1-10)
User:7.8
Anzahl User:4
Anzahl Userkommentare:3
Redaktion:4.0
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Um die Verbindung zu Frankreich und den Bourbonen zu festigen, wird Marie Antoinette (Kirsten Dunst), die junge Tochter von Österreichs Kaiserin Maria Theresa (Marianne Faithfull), mit gerade vierzehnjährig zur Vermählung nach Versailles geschickt. Die Übergabe der Braut folgt am 7. Mai 1770 auf neutralem Gebiet in der Nähe von Straßburg. Hier muss das unbedarfte Mädchen nach französischem Ritual alles zurücklassen, sie erwartet am Königshof jedoch eine schillernde Begrüßung. Hier trifft sie auf Thronerbe Louis (Jason Schwartzman), ihren zukünftigen Mann, durch dessen Vermählung sie zur Dauphine wird. Schnell macht sich das ungebildete Mädchen ihren neuen Status zunutze, das Hofleben wird zu ihrem Reich. Sie gibt sich hochmütig, oberflächlich und verschwenderisch, während im Rest des Reiches unzählige Menschen im Zuge der französischen Revolution verhungern. Umgerechnet 75.000 Euro soll sie mit ihren verschwenderischen Exzessen monatlich verbraten haben, bis sich das Schicksal am 16. Oktober 1793 mit grausamer Härte rächt: Marie Antoinette verliert auf Beschluss des aufgebrachten Pöbel gemeinsam mit ihrem Mann in Paris durch die Guillotine Kopf und Leben.
Basierend auf Antonia Frasers Biographie "Marie-Antoinette: The Journey" verfilmte Kritikerliebling Sofia Coppola mit modernen Bildern und schrammender Popmusik das Leben der Thronerbin. Bei den Filmfestspielen von Cannes 2006 heiß erwartet, entpuppt sich der offizielle Wettbewerbsbeitrag als langatmige Bildorgie, die außer imposanten Kostümen und eindrucksvollen Kulissen an Originalschauplätzen nicht zu beeindrucken mag. Dabei ist das Grundgerüst der Story eigentlich dasselbe wie in ihrem weltweiten Erfolgshit "Lost in Translation": Ein Protagonist sucht sich in einer verwirrenden Umgebung eine Lebensbasis zu schaffen, stolpert durch die Irrungen einer fremden Kultur. Doch Coppolas Stil wirkt zu beobachtend, zu passiv, und trotz des modernen Ansatzes zu nichts sagend. 124 Minuten ohne Esprit und Charme, eine einzige Selbstinszenierung von Kirsten Dunst, die der schweren Bürde nicht gewachsen ist. Wo Bill Murray und Scarlett Johansson in "Lost in Translation" ein charmantes Persönlichkeitsprofil entwarfen, erstarrt Kirsten Dunsts hochnäsiges wie weltfremdes Lächeln zu einer prätentiösen Maske, die nicht zu fesseln vermag. Derart monotone Konsumorgien faszinieren höchstens schmachtende Teenager-Girls, die von Shopping-Exzessen träumen, nicht jedoch die Kritik, die den Film in Cannes mit heftigen Buh-Rufen strafte. So schwer die Aussage fällt: Sofia Coppola hat sich in Versailles verloren.
