| Originaltitel | Leonera | |
| Alternativ | Lion's Den - Leonera; Misencounter | |
| Genre | Drama | |
| Land & Jahr | Argentinien/Südkorea/Brasilien 2008 | |
| Kinostart | 04.06.2009 (MFA+ Film Distribution) | |
| FSK & Länge | ab 12 Jahren• 113 min. | |
| Regie | Pablo Trapero | |
| Darsteller | Martina Gusman, Elli Medeiros, Rodrigo Santoro, Laura García, Tomás Plotinsky, Leonardo Sauma | |
| Homepage |
http://www.leoneralapelicula.com |
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| Links | IMDB | |
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Bewertung (Skala: 1-10)
User:8.0
Anzahl User:1
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Die 25-jährige hochschwangere Julia (Martina Gusman) wacht eines Morgens in einer Blutlache auf. Neben ihr liegt der erstochene Vater ihres ungeborenen Kindes und dessen Geliebter Ramiro (Rodrigo Santoro), der schwer verletzt ist. Vor Gericht widersprechen sich Julia und Ramiro, niemand kann den genauen Tathergang wiedergeben. Der Richter glaubt Ramiro und steckt Julia hinter Gitter. In der Mutter-Kind-Abteilung lernt sie Martha (Laura García) kennen, die im Gefängnis ihre zwei Kinder großzieht. Langsam kommen sich die Frauen näher und entdecken Gefühle füreinander. Martha nimmt Julia sowohl deren Angst vor der Geburt als auch ihrer Zukunft nach Absitzen der Haftstrafe. Auch als Julias Mutter Sofia (Elli Medeiros) aus dem Ausland zurückkehrt und ihren Enkel zu sich nehmen will, steht Martha an Julias Seite. Langsam reift in Julia ein gefährlicher Plan, doch auch dabei kann sie auf Marthas Unterstützung zählen.
Pablo Traperos Drama erschütterte im Jahr 2008 das Publikum auf mehreren europäischen Filmfestivals. Trapero erzählt mitfühlend und distanziert zugleich die Geschichte einer jungen Frau, die zwar ihre Haftstrafe annimmt, nicht aber ihr Mutterrolle. Anfänglich wehrt sie sich gegen die Schwangerschaft, gibt ihrem ungeborenen Kind die Schuld an ihrem Leid und will den Fötus auf schnellstem Weg loswerden. Einige Anfangsszenen sind daher nichts für schwache Nerven. Dem Regisseur geht es nicht um das Verbrechen an sich, sondern wie Frauen mit dieser Situation umgehen. Er wertet nicht, sondern überlässt dies dem Publikum. Hierfür verwendet Trapero eine aussagekräftige Bildersprache: Nahaufnahmen von Gesichtern oder Begegnungen wechseln sich mit Totalen ab, bei denen das Publikum einen Überblick über das gesamte Gefängnis erhält, dabei aber die Mutter-Kind-Abteilung problemlos ausmachen kann. Allen voran ist es aber die Mimik von Hauptdarstellerin Martina Gusman, die ihre eigene Sprache spricht.

Man kann vieles über sie sagen, aber nicht, dass ihr Leben ruhig verlaufen sei. Wildes Partyleben, zahlreiche Exzesse und tolle Musikalben liegen hinter... weiter