| Originaltitel | Weiße Lilien | |
| Alternativ | Weisse Lilien (Schreibweise) | |
| Genre | Thriller | |
| Land & Jahr | Österreich/Deutschland/Luxemburg 2007 | |
| Kinostart | 11.09.2008 (Neue Visionen) | |
| FSK & Länge | ab 16 Jahren• 96 min. | |
| Regie | Christian Frosch | |
| Darsteller | Brigitte Hobmeier, Johanna Wokalek, Martin Wuttke, Xaver Hutter, Ernie Mangold, Gabriel Barylli | |
| Links | IMDB | |
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Bewertung (Skala: 1-10)
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Eine japanische Frau mit weißen Lilien in der Hand stürzt sich von einem Dach der Stadt. Das ist der Anfang von "Weiße Lilien", der in einer autarken Welt des 21. Jahrhunderts angesiedelt ist. Neustadt nennt sich der Ort, an dem Hannah Schreiber (Brigitte Hobmeier) als eine von 50.000 Bewohnern ihr Dasein fristet. Es ist eine neue Stadt für neue Menschen. Sie arbeitet als Telefonistin in einem Büro an einem typischen Bildschirm-Arbeitsplatz und ist eine der kleinen Angestellten, die für die Sicherheit des Systems verantwortlich sind. Gemeinsam mit ihrem Ehemann Branco (Xaver Hutter) lebt sie in einem Wohnblock, der absolut überwacht und sicher ist. Als Branco gewalttätig wird, zieht sie in die Wohnung der Selbstmörderin im elften Stockwerk. Aber die Leute hier scheinen nicht besser zu sein, als in den unteren Geschossen. Hannah fühlt sich beobachtet und wird von Visionen geplagt. Im Kampftraining lernt sie Anna (Johanna Wokalek) kennen, die jahrelang zugepumpt mit Psychopharmaka verlebte. Als Hannahs Freunde verhaftet werden und ihr Ehemann spurlos verschwindet, gerät auch sie unter den Verdacht, einer rätselhaften Verschwörung anzugehören. Anna, die sich gegen die Kontrolle auflehnt, ist ihre einzige Freundin - oder steht auch sie auf der anderen Seite?
Der psychotische Verschwörungsthriller wird aus der Perspektive der Protagonistin geschildert. Es geht nicht um ihr Einzelschicksal, sondern die kollektive Befindlichkeit. Die Kulisse bildet ein Wohnblock am Rande Wiens, der für den Film digital verändert wurde. Regisseur Christian Frosch will in seinem futuristischen Drama Bedenken gegen das Zeitalter des Global Village einwerfen, wo jeder via Handy und Email jederzeit und überall erreichbar ist und Medien allgegenwärtig sind. Damit einher geht die Angst vor Terror und Überwachung. Das sind nicht nur Symptome der futuristischen und abgeschotteten Stadt im Film, sondern unserer Zeit.
