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Gina Lollobrigida im Trachtenrock
Die Welt ist ein Dorf
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Liebe, Brot und Phantasie" geben im neuen Gamma-Film gleichen Namens eine prekäre Mischung ab. Beim Verwirrspiel um Liebelei und Eifersucht in einem italienischen Bergdorf dreht sich natürlich alles nur um sie:
Gina Lollobrigida. Als brave Bäuerin mit Tracht und Schleifchen im Haar verdreht sie nicht nur zwei zugereisten Carabinieri den Kopf, sondern krempelt das ganze Dorf gehörig um.
© Münchner Illustrierte
Gina Lollobrigida
Römerin in den Abruzzen
Ihre hübsche, aber niederträchtige Gegenspielerin verkörpert
Maria-Pia Casilio. Der einzige Ruhepol in allem Gezänk ist der Pater des Ortes, gespielt von
Roberto Risso. Ort der Handlung sind die süditalienischen Abruzzen. Einige Szenen sollen auch in der Mundart der Region, dem Abruzzischen, gesprochen werden.
Ob die Römerin Lollobrigida sich auch an dem fremden Dialekt versucht, ist nicht bekannt. Den meisten hiesigen Zuschauern wird das ohnehin nicht so wichtig sein, schließlich erscheint der Film hierzulande in deutscher Übersetzung. Das Bezauberndste an der hübschen Italienerin entgeht aber sicher keinem: ihr überwältigendes Lächeln.
© Gong
Maria Pia Casilio mit Kopftuch
La Lollo
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Liebe, Brot und Phantasie" wurde zum Überraschungserfolg, bekam eine Oscarnominierung, gewann den Silbernen Löwen in Berlin und brachte Gina Lollobrigida eine Nominierung für den britischen Filmpreis (BAFTA). Ihren größten Erfolg konnte sie drei Jahre später feiern. In der bunten Verfilmung von
Victor Hugos "
Der Glöckner von Notre-Dame" mit
Anthony Quinn spielt sie die verführerisch-taffe Esmeralda.
Ganz Italien lag seitdem "La Lollo" zu Füßen. Sie verabschiedete sich 1972 von der Leinwand, arbeitete als Fotografin und engagiert sich bis heute für die UNESCO. Ihre Beliebtheit in Deutschland belegen die zahlreichen Bambis, die man ihr verlieh. In den Jahren 1957 bis 1960 gewann sie ihn gleich drei Mal in Folge.