Starfeature: Kate Beckinsale ist emanzipiert | FILMREPORTER.de

Starfeature

Kate Beckinsale in "Underworld"
Es kommt oft anders, als gedacht

Kate Beckinsale ist emanzipiert

Es heißt, das Leben eines Menschen werde oft durch ein zufälliges Ereignis geprägt. Bei Schauspielern ist es nicht selten ein einziger Film, der über den weiteren Verlauf von Karriere und Privatleben entscheidet. Kate Beckinsale ist eine dieser Schauspielerinnen. Im Jahr 2000 wurde sie für "Pearl Harbor" engagiert, die Jerry Bruckheimer Produktion sollte ihr großer Durchbruch werden. Schließlich hatte das Weltkriegs-Drama ein Budget von 151 Millionen Dollar und Beckinsale spielte an der Seite von Ben Affleck die weibliche Hauptrolle. Doch es kam anders.
Von  Jassien Kelm/Filmreporter.de, 20. Februar 2009

Kate Beckinsale und Len Wiseman am Set in "Underworld"

Kate Beckinsale und Len Wiseman am Set in "Underworld"

Image-Bruch als Wegbereiter
"Pearl Harbor" spielt fast eine halbe Milliarde Dollar ein. Im Anschluss an solche Blockbuster bekommt man Angebote für Hauptrollen in großen Produktionen eigentlich nachgeworfen, so funktioniert die Starmaschinerie Hollywood. Kate Beckinsale ist eine Ausnahme. Das kommerzielle Weltkriegsspektakel machte sie zwar bekannt, doch die großen Angebote bleiben dennoch aus. Die folgenden Rollen sind nicht das Gelbe vom Ei.

2002 entscheidet sich Kate deshalb für ein ungewöhnliches Projekt. "Underworld" ist eine actionreiche Mischung aus Fantasy, Horror und Märchen. Gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten Michael Sheen, mit dem sie eine Tochter hat, steht sie für Regisseur Len Wiseman vor der Kamera. Ein gutes Jahr später avanciert "Underworld" zum Überraschungshit des Jahres 2003. Der Film geht durch die Decke - und nimmt Beckinsale mit. Erstmals ist sie nicht mehr als zierliche Schönheit zu sehen, die zwar als Hauptdarstellerin gelistet ist, sich aber in all ihrer Zerbrechlichkeit immer an den starken männlichen Hauptrollen anlehnen muss. In "Underworld" hat Kate eine echte Hauptrolle, welche den Film prägt. Ihre Figur hat eine eigene Geschichte, ist stark und selbständig. Sie bricht radikal mit ihrem Image. Als Vampirin Selene kämpft sie, tötet sie, schlachtet sie. Jahre später wird sie sagen, dass sie sich mit dieser Rolle emanzipiert habe.

Underworld

Underworld

"Underworld" - Knoten- und Wendepunkt
Alle Fäden von Kate Beckinsales Privatleben und Karriere laufen in "Underworld" zusammen. Zu Beginn der Dreharbeiten trennt sich Beckinsale von Martin Sheen, der ebenfalls eine tragende Rolle in "Underworld" einnimmt. Wo ein Faden endet, beginnt ein neuer: Regisseur Len Wiseman und Beckinsale lernen sich kennen und lieben, gegen Ende der Dreharbeiten sind sie ein Paar. Das Sequel "Underworld: Evolution" schneidet Wiseman ganz auf seine Freundin zu. Durch den Erfolg des ersten Teils wird das Budget für die Fortsetzung zudem auf 55 Millionen Dollar verdoppelt, das Einspielergebnis beträgt stolze 112 Millionen.

Beckinsale bereut es heute, in "Pearl Harbor" mitgespielt zu haben. Natürlich ohne dies ausdrücklich zu sagen. Sie spricht von Naivität und davon, dass man vorsichtig in Hollywood sein müsse. Selten laufe etwas so, wie man es sich vorstellt. Für die gebürtige Londonerin ging es letztlich gut aus, auch im Privaten. Von Len Wiseman und ihrer Tochter spricht sie als kleine Familie. Das Paar ist mit Ex-Lover Michael Sheen privat weiter befreundet. An Halloween zog Beckinsale gemeinsam mit ihrer Tochter, deren Vater und Len Wiseman, mit dem sie inzwischen verheiratet ist, um die Häuser. Auf einem Schnappschuss sind alle vier glücklich und kostümiert zu sehen. Die Mutter und Ehefrau ist stolz darauf bezeichnet dies als "wirklich außergewöhnliche Leistung".
Jassien Kelm/Filmreporter.de - 20. Februar 2009

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