© Paramount Pictures
"Qualitatives hält länger"
Michael Kessler mag's anspruchsvoll
Michael Kessler hat viele Gesichter. Das ist zumindest in "
Switch reloaded" der Fall. So ist er kaum zu erkennen, wenn er in der Comedy-Sendung zu
Günther Jauch oder
Florian Silbereisen wird und die Prominenten durch den Kakao zieht. Nach zahlreichen Parodien schlüpft der Comedian nun in die Rolle des Bösewichts. In der deutschen Synchronfassung von "
Rango" wird Kessler zur fiesen Schlange, die ihre Gegner gnadenlos zur Strecke bringt. Zum Kinostart des Animationsabenteuers spricht er mit Filmreporter.de über sein Verhältnis zu Schlangen und sein Verständnis von Humor.
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Rango
Ricore: Wie haben Sie sich auf ihre Rolle als Schlange vorbereitet?
Michael Kessler: Ich bin nicht in den Zoo gegangen. Ich weiß in etwa, wie eine Klapperschlange aussieht. Es war sehr überraschend, für den Job in Betracht gezogen zu werden. Es war aufregend und eine Herausforderung, weil es meine erste Sprechrolle war.
Ricore: ...und dann gleich als Schlange...
Kessler: Überraschend war schon, für die Rolle des Bösewichts angefragt zu werden. Normalerweise mache ich ja viel Unsinn im Fernsehen und bin eher der sympathische Schwiegersohn von nebenan. Beim Casting hatte ich daher Zweifel, ob das was wird.
Ricore: Wie sind Sie an die Rolle herangegangen?
Kessler: Als die Zusage aus Hollywood kam, habe ich mich bei der Rollengestaltung an
Bill Nighy orientiert, der die Schlange in der Originalfassung spricht. Er hat die Latte sehr hoch gelegt und ich habe mich bemüht, ihm zu entsprechen. Das heißt, ich wollte der Figur nicht meinen eigenen Stempel aufdrücken. Ich hasse es, wenn deutsche Synchronsprecher etwas völlig anderes machen als der Sprecher der Urfassung. Die Rolle ist erfunden und als Synchronsprecher sollte man das genau so wiedergeben.
Ricore: Ist die Gestaltungsfreiheit in ihrem Fall auch eingeschränkt, weil Sie sich als Comedian ein bestimmtes Image erarbeitet haben?
Kessler: Es ist oft so, dass für Animationsfilme irgendwelche Promi-Nasen engagiert werden. In "Rango" ist es interessant zu sehen, dass ich der einzige prominente Sprecher bin. Ansonsten werden alle Figuren von professionellen Synchronsprechern gesprochen, vor denen ich großen Respekt habe.