© Sony Pictures
Rückkehr der Men in Black
Barry Sonnenfeld unter Druck
Nach zehn Jahren kehren
Barry Sonnenfelds "
Men in Black" zurück. Im dritten Teil der Science-Fiction-Reihe, "
Men in Black 3", schickt der Regisseur
Will Smith in die Vergangenheit, um die Erde vor einer Katastrophe zu bewahren. Was sich seit dem Dreh des letzten "
Men in Black"-Abenteuers verändert hat, verrät Sonnenfeld im Interview mit
Filmreporter.de. Zudem spricht der Regisseur über den Erfolgsdruck sowie die Konkurrenz durch Superhelden wie den "
Avengers".
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Men in Black 3 (3D)
Ricore: Wie war es, nach zehn Jahren einen weiteres "Men in Black"-Abenteuer zu drehen?
Barry Sonnenfeld: Seit dem letzten Teil sind schon zehn Jahre vergangen, doch mit
Will Smith und
Tommy Lee Jones am Set war es so, als ob bloß ein Wochenende vergangen wäre. Den einstigen Rhythmus zwischen den beiden zu finden, war einfach. Unsere große Sorge betraf die Chemie zwischen Will Smith und
Josh Brolin. Denn wenn man während der Hälfte des Films Tommy Lee Jones ersetzt und dabei die Chemie verloren geht, ist das Franchise am Ende. Doch glücklicherweise kamen Will und Josh großartig miteinander aus. Was sich in den letzten zehn Jahren verändert hat, sind die Möglichkeiten, die man mit dem Computer hat. Wir zeigen den Raketenstart zum Mond im Jahre 1969, haben ein komplettes Baseball-Stadion kreiert, das gar nicht existiert und lassen Will Smith vom Chrysler-Gebäude springen. Vor zehn Jahren wären alle diese Szenen zu teuer gewesen.
Ricore: Stimmt es, dass die Handlung von "Men in Black 3" bereits vor zehn Jahren vorlag?
Sonnenfeld: Das Drehbuch wurde nicht schon vor zehn Jahren entwickelt, doch als ich "Men in Black 2" drehte, kam Will Smith mit einer Idee für den dritten Teil auf mich zu. Es sollte um eine Zeitreise in die Vergangenheit gehen, durch die das Hauptquartier der Men in Black zerstört wird und Agent K nicht mehr existiert. Will muss in der Zeit zurück reisen, da ein Bösewicht Tommy Lee Jones in der Vergangenheit etwas angetan hat. Das wurde die Grundidee des Drehbuchs.
Ricore: Wie viele Ideen haben Sie zur Geschichte beigesteuert?
Sonnenfeld: Meine Aufgabe als Regisseur besteht darin, die Stimmung des Films aufrechtzuerhalten, indem ich jeden Tag tausende von Fragen beantworte. Wen sollen wir für welche Rolle besetzen, welche Farben sollen die Requisiten haben, welche Autos sollen wir nehmen, wie schnell sollen die Darsteller reden, aus welchem Blickwinkel soll die Kamera filmen? Bei diesem Film habe ich entschieden, dass die Requisiten der 1960er viel zu groß sein sollen. Zu zeigen, wie die Mets die Meisterschaft gewinnen, bevor es wirklich passiert, sowie viele Dinge rund um den Quantenmechaniker Griffin basieren auch auf Ideen von mir, da ich die Quantenphysik liebe. Als Regisseur ist man jedoch nicht für das Drehbuch verantwortlich. Ich werde immer wieder von Regisseuren überrascht, die ihre Namen beim Drehbuch hinzufügen. Ich denke, dass alle Regisseure viel zum Drehbuch beitragen, doch sie sollten sich das nicht anrechnen lassen.