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Harodim - Nichts als die Wahrheit?

OriginaltitelThe Lazarus Protocol
AlternativHarodim; Harodim - Nichts ist wie es scheint
GenreThriller
Land & Jahr Österreich 2012
Kinostart08.11.2012 (polyband Medien)
FSK & Länge ab 16 Jahren• 95 min.
RegiePaul Finelli
Darsteller Peter Fonda, Michael Desante, Travis Fimmel
Homepage http://www.harodim-derfilm.com
Links IMDB
Bewertung (Skala: 1-10)
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Film: Inhalt

Lazarus Fell (Travis Fimmel) hat den Auftrag erhalten, in einer verdeckten Operation den meistgesuchten Terroristen der Welt (Michael Desante) aufzuspüren. Für den ehemaligen Navy-Seals-Agent ist die Jagd auch eine persönliche Angelegenheit. Bei den Terroranschlägen vom 11. September 2011 kam sein Vater Solomon (Peter Fonda), ein hochrangiger Mitarbeiter des US-amerikanischen Geheimdienstes, ums Leben.

Nach über zehn Jahren gelingt es Lazarus endlich, den Topterroristen zu schnappen. Bei dessen Verhör gelangt er an Informationen, die sein bisheriges Weltbild, vor allem aber sein Wissen über die Hintergründe von 9/11 gehörig ins Wanken bringen.

Film: Kritik

Peter Fonda spielt in dem kammerspielartig angelegten Thriller nicht nur eine tragende Rolle, sondern fungierte auch als Koproduzent. Der ewige Hollywood-Rebell nimmt auch in seinen alten Tagen kein Blatt vor den Mund. Das bewies er zuletzt, als er im Mai 2011 bei den Filmfestspielen von Cannes seinen mit Tim Robbins produzierten Dokumentarfilm "The Big Fix" vorstellte und US-Präsident Barack Obama wegen seines umstrittenen Umgangs mit der Ölpestkatastrophe am Golf von Mexiko im April 2010 einen 'fucking traitor' (zu Deutsch einen 'verfickten Verräter') nannte.

Seine Skeptik gegenüber Politik und Establishment mag auch ein wesentlicher Grund gewesen sein, wieso sich Fonda für "Harodim - Nichts als die Wahrheit?" entschieden hat. In Form eines Verschwörungsthrillers beleuchtet der Film die Hintergründe der Terroranschläge vom 11. September 2001 und stellt die offizielle Erklärung in Frage. Um seinem Anliegen einen Anstrich von Authentizität zu verleihen, unterbricht Regisseur und Autor Paul Finelli immer wieder das fiktive Geschehen, indem er dokumentarisches Bildmaterial einblendet. Ob diese Mischung aus Spiel- und Dokumentarfilm allerdings so neu ist, wie die österreichischen Produzenten der Koproduktion in einer Presseerklärung behaupteten, darf allerdings angezweifelt werden. Angesichts Oliver Stones eindringlichem Polit-Thriller "JFK - John F. Kennedy - Tatort Dallas" muss das Konzept eher als Wiederbelebung denn als Innovation angesehen werden.

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