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Unsterbliche und Brutale
John Boormans Vision "Zardoz"
In "
Zardoz" beschreibt
John Boorman eine Dystopie, wie sie in der Geschichte des Science-Fiction-Genres öfters thematisiert wird. So in
George Pals "
Die Zeitmaschine" nach
H.G. Wells und
Fritz Langs "
Metropolis" ist auch in "Zardoz" die Welt in eine Innen- und eine Außenwelt geteilt. Diese Teilung - auch das ein Gemeinplatz in der Geschichte künstlerischer Zukunftsvisionen - kann jedoch nicht lange bestehen bleiben. Denn der Istzustand der Verhältnisse ist alles andere als hinnehmbar.
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Sean Connery in "Zardoz"
Die Innenwelt und die Unsterblichen
Man schreibt das Jahr 2293. Die 'Innenwelt', das so genannte Vortex, wird von unsterblichen Menschen bewohnt, die in materieller und geistiger Erfüllung leben. Kontrolliert wird ihr Dasein vom so genannten 'Tabernakel', einem Computerprogramm, das vor langer Zeit installiert wurde, an dessen Funktionsweise sich jedoch kein Bewohner erinnern kann. Ein Schutzmechanismus der Technik, der auf das große Problem im Vortex hinweist. Denn das Leben seiner Einwohner beruht nicht auf freier Entscheidung, sondern ist Folge eines Zwanges. Die Menschen sind zu ihrem privilegierten Dasein verurteilt, ein Ausbruch aus den Verhältnissen ist nicht vorgesehen.
Das gilt auch für ihre Unsterblichkeit. Wem es gelingt, den Bann des ewigen Lebens zu durchbrechen, der wird wiedergeboren, um für immer in einem jugendlichen Alter gefangen zu sein. Das Älterwerden ist eine Strafe für Verstöße gegen die Regeln und Gebote. Weil es im Vortex etliche Straftaten gibt, wurde eine ganze Siedlung errichtet, in denen die 'Alten' eingesperrt werden - verdammt zum ewigen Altsein, zum Siechtum und zur Senilität.
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Sean Connery mit nackter Schönheit
Die Außenwelt und die Brutalen
Jenseits dieser aseptischen Welt, in der 'Außenwelt', leben die 'Brutalen', wie sie von den Unsterblichen genannt werden. Hier herrscht Chaos, Gewalt, Zerstörung und der Tod. Das Leben der Menschen ist komplett zweckbestimmt. Es ist ein Arbeitervolk, wie bei Wells und Lang, das von den Privilegierten ausgenutzt und ausgebeutet wird. Damit die Brutalen ihrer Aufgabe nachkommen, werden sie von den Kämpfern des 'Zardoz' überwacht, einer vermeintlichen Gottheit, die in Wirklichkeit von einem Bewohner des Vortex gesteuert wird.
Unter den Kämpfern befindet sich auch ein Mann, der sich Z (
Sean Connery) nennt, als Reverenz an die Gottheit, wie es an einer Stelle heißt. Dem robusten Krieger gelingt es eines Tages, sich in das Innere Zardoz', einem steinernen Kopf, zu verstecken und auf diese Weise nach Vortex zu gelangen. Hier wird das 'Monstrum' als Bedrohung wahrgenommen, wobei sich schnell zwei Parteien bilden: Während die einen Zs Vernichtung fordern, wollen andere ihn am Leben erhalten und erforschen.