Interview

Nicole Kidman in den kalten Bergen
Ohne Tom alles richtig gemacht

Nicole Kidman bleibt auf Erfolgskurs

Die Frau kann offenbar nichts mehr falsch machen: nach dem Unglücksjahr 2001, in dem sie von Tom Cruise verlassen wurde, wandelte sie ihre private Misere in einen beispiellosen beruflichen Triumph um, der mit dem Oscar für "The Hours" im vergangenen März einen vorläufigen Höhepunkt erreichte. Nebenbei spielte sie die Rolle der schmählich verlassenen Ehefrau so gekonnt, dass selbst die größten Tom Cruise-Fans den Star heute als privaten Versager sehen. Mit Anthony Minghella's "Unterwegs nach Cold Mountain" baut Kidman ihren Ruf als Hollywoods interessanteste Toppschauspielerin weiter aus. In der Rolle der alleinerziehenden Mutter fühlt sie sich weniger wohl - mit ihrem zeitweiligem Geliebten Lenny Kravitz macht sie zwar gelegentlich ganz im Privaten schöne Musik, aber öffentlich lässt sie sich wenig über ihn aus.
Von  Elisabeth Sereda/Filmreporter.de, 22. Februar 2004

Auch mit "Unterwegs nach Cold Mountain" erfolgreich

Auch mit "Unterwegs nach Cold Mountain" erfolgreich

Ricore: Was ist mit der Lenny Kravitz-Geschichte? Ist was dran an der Verlobung?

Kidman: Ach wo! Ich bin nach wie vor Single und alleinstehende Mutter, der seine beiden Kinder erzieht. Meine Kinder haben einen Vater, und ich sehe derzeit keinen Grund ihnen einen Stiefvater zu geben. Ich habe beschlossen, über einen Mann in meinem Leben erst zu reden, wenn ich verheiratet bin. Und bei mir ist es nun mal so: entweder ich bin verheiratet oder nicht. Ich bin eine Ein-Mann-Frau, total monogam.

Ricore: Haben Sie nach der Scheidung von Cruise Vorbehalte gegen eine neue Ehe?

Kidman: Nein, ganz und gar nicht. Ich war gern verheiratet, spielte gern Familie. Und ich habe ja auch großartige Vorbilder: meine Eltern feiern Ende Dezember ihren 40. Hochzeitstag. Ich sagte allerdings zu meiner - glücklich verheirateten Schwester Antonia - dass sie die Rede halten muss! Ich bin dafür wohl ungeeignet! (lacht)

Ricore: Ihre Rolle in "Moulin Rouge" war auch musikalisch ein Hit. Das Duett mit Robbie Williams ("Something Stupid") verkauft sich weltweit sehr gut. Werden Sie mit Kravitz wenigstens eine Platte machen?

Kidman: Oh Gott, das wäre doch total kitschig! Niemals!

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