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"Ich kämpfe für meine Ideen"
Stürmische Zeiten für Sebastian Koch
Mit dem Oscar-gekrönten "
Das Leben der Anderen" wurde
Sebastian Koch dem breiten Publikum bekannt. Der Durchbruch blieb nicht ohne Folgen. Neben
Tim Roth und
Neve Campbell spielt er in einer internationalen TV-Produktion die Hauptrolle. Auf den Spuren von Raimund Harmstorf geht Koch als "
Der Seewolf" auf Robbenfang und schreckt vor keiner Gefahr zurück. Den Dreh hat er auch bei hohen Wellen ohne Seekrankheit überstanden.
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Der Seewolf
Ricore: Der Roman hat schon einige Jahre auf dem Buckel, was macht ihn heute so faszinierend?
Sebastian Koch: Die ewige Frage, wie weit die Freiheit des Einzelnen geht und wo diese an die Grenzen der Gesellschaft stößt. Das ist die Grundidee des Buches und in unserer Gesellschaftsform einfach zeitlos. Diese Frage wird uns immer beschäftigen und jede neue Generation, weil es darauf keine eindeutige Antwort gibt - jeder Mensch muss diese Frage für sich selbst klären.
Ricore: Konnten Sie in der Figur all das sein, was Sie sonst nicht sind?
Koch: Ich kenne diese große Energie, dass man wirklich für etwas kämpfen will, wenn es sich lohnt. Ich vermeide keine Konflikte aus der Angst heraus, nicht anecken zu wollen.
Ricore: Werden Sie gar nicht seekrank?
Koch: Nein, das geht nicht. Wolf Larsen kotzt nicht. Das wäre peinlich.
Ricore: Es geht hauptsächlich um Gut und Böse. Ist wirklich nichts Gutes in ihm?
Koch: Es gibt durchaus eine Sehnsucht nach Liebe in ihm, die er in seinem Leben nie erfahren hat. Aber diese Sehnsucht birgt natürlich auch die schmerzlichen Erinnerungen an seine Kindheit, so dass er alles Emotionale, das ihm zu nahe kommt, zerstören muss. Und dieses Spannungsverhältnis ist es, das ihn ja auch so faszinierend macht.