Koch Media
Im Zeichen des Drachen

Im Zeichen des Drachen

Originaltitel
La Moglie cinese
Regie
Antonio Luigi Grimaldi
Darsteller
Irinei Konstantinov, Al Yamanouchi, Yordanka Kuzmanova, Jonas Laux, Salvatore Lazzaro, Valentina Lodovini
Kinostart:
Deutschland, bei
Genre
Krimi, TV-Mehrteiler
Land
Italien
Jahr
2006
IMDB
IMDB
|0  katastrophal
brilliant  10|
Es gibt noch keine Userkritik!
Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenDVDsbewerten
Kommissar Stefano Renzi (Pietro Sermonti) kommt auf die Spur einer neuen gefährlichen Droge, die in Venedig den Tod zehn junger Leute verursacht hat. Bei seinen Ermittlungen stößt er bei der Aussage des einflussreichen Unternehmers Filippo Dandolo (Hans Werner Meyer) auf Unstimmigkeiten. Als große Mengen der Droge in einem seiner Lager gefunden werden, flieht der selbsternannte Doge mit seiner schönen Braut Anna (Kasia Smutniak) nach Bulgarien. Vom Balkan aus führt er seine Geschäfte ungeniert weiter. Schließlich ist Dandolo der Drahtzieher eines gut organisierten Menschenhandels. Aus China werden Einwanderer nach Italien geschleust, dabei bekommen sie unter dem Vorwand einer Schutzimpfung einen Chip implantiert. So werden sie zu immer wieder auffindbare Sklaven der Mafia gemacht. Die Suche nach dem Verbrecher wird zu einem persönlichen Anliegen für Kommissar Renzi. Der Mafia-Boss hat angedeutet, dass Stefanos Vater ein hässliches Geheimnis hatte. Dieser war auch Polizist und wurde bei einem Einsatz erschossen. Bei seiner Suche nach der Wahrheit lernt Kommissar Renzi die talentierte chinesische Studentin Ling (Amy Chow) kennen und verliebt sich in sie. Der Polizeiermittler macht sich auf die Jagd nach dem Mafia-Chef. Die Reise führt ihn von Wien über Montenegro, Rom bis nach Marokko.
Das organisierte Verbrechen vor dem Hintergrund der Globalisierung ist der rote Faden des TV-Mehrteilers. Das spannende Thema ist leider zu dröge umgesetzt. Die Macher bedienen sich vieler emotionaler Tricks, um Spannung zu erzeugen. Doch in diesem Fall wäre weniger mehr! Die Figuren wirken oberflächlich und steif. Die Figuren bewegen sich zwischen zwei Extremen: gut oder böse, liebend oder hassend. Diese Schwarz-Weiß-Charakterisierung lässt sie fast parodiert wirken. Das ist nicht zuletzt auf die fehlende Wandelbarkeit der Darsteller zurückzuführen. Das Drehbuch weist ebenfalls Schwachpunkte auf. Die Dialoge bieten nichts Neues: die Autoren legen den Figuren sinnleere Floskeln in den Mund, die diese nicht authentisch wirken lassen. Die Vorhersehbarkeit verhindert den Aufbau jeglicher Spannung. Der Produzent und Drehbuchautor des Serienhits "Allein gegen die Mafia" Sergio Silva war auch an der Produktion der Mini-Serie involviert, diese kommt an den Klassiker jedoch nicht ran.
Tzveta Bozadjieva, Filmreporter.de
Koch Media
Im Zeichen des Drachen
Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenDVDsbewerten
2021