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Panzerkreuzer Potemkin

Panzerkreuzer Potemkin

Originaltitel
Bronenosets Potemkin
Regie
Sergej Eisenstein
Darsteller
Aleksanteri Ahola-Valo, Brodsky, Julia Eisenstein, Sergej Eisenstein, Andrei Fajt, Korobei
Kinostart:
Deutschland, am 12.08.1930 bei
Genre
Drama
Land
UdSSR
Jahr
1925
Länge
75 min.
IMDB
IMDB
|0  katastrophal
brilliant  10|
8,0 (Filmreporter)
8,5 (2 User)
Die wahre Geschichte der berühmten, die Russische Revolution ankündigenden Meuterei im Jahre 1905: Als den Matrosen auf dem zaristischen Panzerkreuzer Potemkin von Maden wimmelndes Fleisch vorgesetzt wird, beginnen sie eine Revolte gegen ihre Offiziere. Wakulintschuk (Alexander Antonow), der Anführer der Protestierenden, stirbt bei den kurzen heftigen Kämpfen, die Rebellion ist dennoch erfolgreich. Im Hafen von Odessa wird die Potemkin von den Menschen bejubelt, die beginnenden Demonstrationen gegen die Obrigkeit werden aber von Soldaten brutal niedergeschlagen. Als der Panzerkreuzer wieder ausläuft, wird er von der Schwarzmeer-Flotte umzingelt. Doch die Matrosen weigern sich, auf ihre Kameraden zu schießen. So kann das rebellische Schiff unbehelligt aufs offene Meer hinaus fahren.
Sergej Eisensteins Stummfilm-Klassiker gilt bis heute als einer der größten Meilensteine der Filmgeschichte. Inhaltlich war Eisenstein mit "Panzerkreuzer Potemkin" klar der bolschewistischen Revolution verpflichtet, als deren Präludium der Aufstand auf dem Kriegsschiff dargestellt wird. Den bitteren Ausgang der Potemkinschen Odyssee verschweigt Eisenstein zu Gunsten seiner optimistischen Aussage. In Wahrheit irrte der Panzerkreuzer noch lange hilflos über die Meere, weil kein Hafen die Besatzung landen lassen wollte - letztlich gingen etliche der Matrosen ins ausländische Asyl, um einer Bestrafung durch das zaristische Russland zu entgehen. Eisensteins Geschichtsauslegung beruht aber ganz bewusst nicht auf einer exakten Dokumentation der Ereignisse. Er verwendet die Fakten der Meuterei von 1905 zur Konstruktion eines filmästhetisch einzigartigen Kunstwerkes, dessen brillante Montagetechnik die stilistische Entwicklung des Kinos nachhaltig beeinflusste.
Michael Wopperer/Filmreporter.de
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