Friedrich Domin und Oliver Grimm in "Kleiner Mann - ganz groß"
Film Revue
Friedrich Domin und Oliver Grimm in "Kleiner Mann - ganz groß"
Oliver Grimm in Hans Grimms "Kleiner Mann - ganz groß"
Retro News: Grimm'sches Gemeinschaftsprojekt
"Kleiner Mann - ganz groß" kann man nicht anders als ein Familienunternehmen bezeichnen, so die Filmzeitung Film Revue in ihrem Bericht am 16. Oktober 1956. Denn gleich drei Familienangehörige sind wesentlich an der Entstehung des Dramas beteiligt. Der kleine Oliver Grimm verkörpert den kleinen Mann, sein Vater Hans Grimm führt Regie, Mutter Hansi Wendler-Grimm fungiert als Kostümberaterin.
Von  Willy Flemmer, Filmreporter.de,  19. Februar 2014
Theodor (Friedrich Domin) und Robby (Oliver Grimm) halten Ausschau nach ihrem Pferd
Film Revue
Theodor (Friedrich Domin) und Robby (Oliver Grimm) halten Ausschau nach ihrem Pferd
Familienbande Grimm
Dass Mama und Papa mit am Set sind, macht die harte Dreharbeit für den kleinen Oliver angenehmer. Wenn er mal nicht mehr so putzmunter ist, braucht er dies seinem Vater nur ins Ohr flüstern. Und der Mann auf dem Regiestuhl hat für seinen Sprössling sicherlich Verständnis. Die Mutter dagegen steht dem Jungdarsteller in Sachen Kostümauswahl treuherzig beiseite. Sie entscheidet, ob Oliver in der nächsten Szene Blue-Jeans oder zivilisierte Breeches tragen soll. Wendler-Grimm war früher ebenfalls Schauspielerin und spielte unter anderem in Peter Lorres düsterem Nachkriegsdrama "Der Verlorene" mit. "Kleiner Mann - ganz groß" handelt von einem kleinen Jungen (Oliver Grimm), dessen Rennpferd bei der internationalen Rennwoche in Baden-Baden trotz aller Schwierigkeiten den Großen Preis gewinnt.
Oliver Grimm und Joachim Fuchsberger in "Kleiner Mann - ganz groß"
Film Revue
Oliver Grimm und Joachim Fuchsberger in "Kleiner Mann - ganz groß"
Väter und Söhne
"Kleiner Mann - ganz groß" erinnert mit seinem Titel an den gleichnamigen Film aus dem Jahr 1938 von Robert A. Stemmle mit Viktor de Kowa und Gusti Huber. Trotzdem hat Hans Grimms Familiendrama nichts mit dem Original zu tun. Für das Lexikon des Internationalen Films ist sein Werk ein "typischer deutscher Kinderstar-Film der fünfziger Jahre: lebensfremd, herzig und gelackt".

Oliver Grimm galt damals als aufstrebender Kinderstar, konnte diesen Status in den folgenden Jahren aber nicht aufrecht erhalten. Seit den frühen 1960er Jahren bekam er kaum noch Filmangebote. Später verlegte er seine Karriere aufs Theater. Heute arbeitet er als Synchronsprecher. Auch die Karriere seines Vaters verlief nicht besonders erfolgreich. Obwohl er als routinierter Filmemacher galt, inszenierte er bereits 1963 seinen letzten Spielfilm. Neben seiner Tätigkeit als Regisseur war er auch als Schauspieler tätig ("Die Heuchler") und schrieb hin und wieder Drehbücher.
Von  Willy Flemmer, Filmreporter.de,  19. Februar 2014
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2021