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Berlinale 2009
Maren Ade
Erste Preise in Cannes vergeben
Maren Ades "Toni Erdman" gewinnt Fipresci-Preis in Cannes
Die Hauptpreise der Internationalen Filmfestspiele von Cannes werden zwar erst heute Abend vergeben, einige Gewinner stehen aber schon jetzt fest. So ist Maren Ades Palmen-Favorit "Toni Erdmann" von der Internationalen Kritiker-Vereinigung mit dem renommierten Fipresci-Preis ausgezeichnet worden.
22. Mai 2016: Die Tragikomödie kreist um das komplizierte Verhältnis zwischen einem Vater (Peter Simonischek) und einer Tochter (Sandra Hüller). Die beiden finden auch dann nicht zueinander, als Winfried die Unternehmensberaterin Ines spontan in Bukarest besucht.

Bald taucht der Alte mit gefärbten Haaren und schiefem Gebiss auf, um sich als Toni Erdmann auszugeben. Zunehmend taucht er in die Geschäftswelt seiner Tochter ein. Plötzlich machen die beiden eine erstaunliche Entdeckung: Je mehr sie einander auf die Nerven gehen, umso näher kommen sie sich.

"Toni Erdmann" ist der erste Wettbewerbsbeitrag eines deutschen Filmemachers/Filmemacherin seit acht Jahren. 2008 konkurriert Wim Wenders mit "Palermo Shooting" um die Goldene Palme. Am Ende geht der Preis an den französischen Beitrag "Die Klasse" von Laurent Cantet.

Über eine Auszeichnung kann sich auch der Xavier Dolan freuen. Sein Drama "Einfach das Ende der Welt" fiel bei der Kritik zwar durch, die ökumenische Jury ließ sich von dem Urteil dennoch nicht beeinflussen und lobte vor allem den 'transzendierenden' Aspekt von Dolans Bildsprache bei der Verfilmung des gleichnamigen Theaterstücks von Jean-Luc Lagarce.

Der franko-kanadische Regisseur erzählt in seinem sechsten Spielfilm die Geschichte eines homosexuellen Autors, der in seine Heimatstadt zurückkehrt, um seiner Familie mitzuteilen, dass er todkrank ist. Dazu kommt es aber nicht, weil alle mit ihren eigenen Problemen zu beschäftigt sind.
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Jean-Luc Lagarce Xavier Dolan Laurent Cantet Wim Wenders Sandra Hüller Peter Simonischek Maren Ade
2021