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O.W. Fischer und Ulla Jacobsson in "Und das am Montagmorgen"
Film Revue

"Und das am Montagmorgen" eröffnet Berliner Filmfestspiele

Satire am "Montagmorgen"

Die neue Komödie "Und das am Montagmorgen" mit O.W. Fischer eröffnet 1959 das Berliner Filmfestival. Für die Zeitschrift Film Revue am 23. Juni Anlass genug, den Film ihren Lesern vorzustellen. Die Kömdie ist eine Adaption des Bühnenstücks "The Scandalous Affairs of Mr. Kettle and Mrs. Moon" des englischen Schriftstellers John B. Priestley. Inszeniert wurde sie vom italienischen Regisseur Luigi Comencini. In weiteren Rollen sind Ulla Jacobsson, Vera Tschechowa und Robert Graf zu sehen.
Von  Willy Flemmer, Filmreporter.de,  24. Juni 2014
Wer ist eigentlich verrückt: O.W. Fischer oder Ulla Jacobsson?
Film Revue
Wer ist eigentlich verrückt: O.W. Fischer oder Ulla Jacobsson?

Das Kind im Manne

Alois Kessel (O.W. Fischer) ist Direktor einer Bankfiliale. Das bebrillte Zahlengenie war stets ein untadeliges Vorbild an Pflichtbewusstsein, bis er eines Montagmorgens aus der Reihe tanzt. Er ist auf dem Weg zu seinem Büro, findet aber nicht den gewohnten Parkplatz. Verzweifelt kurvt er durch die Straßen und schnappt vor einer Schule das Wort "schwänzen" auf. Gesagt - getan. Der Herr Direktor kauft unterwegs allerlei Spielzeug ein und lässt zu Hause dem Kind im Manne freien Lauf. Es beginnt ein buntes Treiben gegen den Ernst in sich selbst und den der Gesellschaft.


Ruhiggestellt: O.W. Fischer als überanstrengter Alois Kessel
Film Revue
Ruhiggestellt: O.W. Fischer als überanstrengter Alois Kessel

Luigi Comencini - Erfolgsgarant aus Italien

"Und das am Montagmorgen" behält die bei John B. Priestley deutlich hervortretende Gesellschaftsatire bei. Dies bessert einige Schwächend der Komödie dennoch nicht auf. Es mangelt ihr an Schwung und Treffsicherheit, trotz der Pointen prominenter Darsteller. Regisseur Luigi Comencini gehörte zu jener Zeit zu den erfolgreichsten Regisseuren Italiens. Er studierte zunächst Architektur und stand künstlerisch dem Faschismus nahe. Nach dem Krieg arbeitete er als Kritiker. Sein Regie-Debüt gab er 1948 mit "Razzia in Neapel". Comencini arbeitete mit einigen der bekanntesten italienischen Schauspielern wie Gina Lollobrigida, Sophia Loren, Claudia Cardinale, Vittorio de Sica, Marcello Mastroianni und Totò zusammen. Die Anfänge seiner Regietätigkeit sind der Tradition des italienischen Neorealismus zuzuordnen. "Und das am Montagmorgen" ist seine zweite deutschsprachige Produktion nach "Heidi". Neben seiner Regiearbeiten betätigte sich Comencini auch als Drehbuchautor.
Von  Willy Flemmer, Filmreporter.de,  24. Juni 2014

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