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M - Eine Stadt sucht einen Mörder (WA)

Originaltitel
M - Eine Stadt sucht einen Mörder
Alternativ
M - Mörder unter uns (Arbeitstitel), M - Dein Mörder sieht dich an (Österreich); M
Genre
Krimi
 
Deutschland 1931
 
117 min, ab 16 Jahren (fsk)
Medium
Kinofilm
 
 
Kinostart
06.06.1996 ( D | A ) bei Lupe
 
 
Regie
Fritz Lang
Darsteller
Peter Lorre, Ellen Widmann, Inge Landgut, Otto Wernicke, Theodor Loos, Gustaf Gründgens
Links
IMDB
|0  katastrophal
brilliant  10|
1 8,0(Filmreporter)
9,0 (2User)
M - Eine Stadt sucht einen MörderUniversum Film
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Stilbildender Kriminalfilm von Fritz Lang

Ein psychopatischer Triebtäter (Peter Lorre) versetzt Berlin in Angst und Schrecken. Der Serienmörder hat bereits sieben Schulkinder umgebracht. Als er in der kleinen Elsie Beckmann (Inge Landgut) sein achtes Opfer findet, droht die Stimmung endgültig zu kippen. Der Täter könnte sich schließlich überall in der Metropole versteckt halten. Die Polizei gerät immer stärker unter Erfolgsdruck. Sie setzt eine Belohnung von 10.000 Reichsmark aus und setzt auf Razzien im Unterweltmilieu. Die Unterwelt leidet zunehmend unter der hohen Aufmerksamkeit der Polizei.

Die Ganoven machen sich also selbst auf die Suche nach dem Kinderschänder. Die wichtigsten Ganoven, darunter Schränker (Gustaf Gründgens) und Bauernfänger (Theo Lingen), wollen mit einem solchen Abartigen nicht in einen Topf geworfen werden. Während Kommissar Karl Lohmann (Otto Wernicke) mit seinen konventionellen Polizeimethoden eher langsam vorankommt, sind die Ganoven dank ihrer Spitzel dem Kindermörder bald auf die Spur.


"M - Eine Stadt sucht einen Mörder" ist Fritz Langs erster Tonfilm und ist ein frühes Meisterwerk des Kriminalgenres. Die suggestive Kameraführung und die innovative Montage machen die Darstellung der Morde verzichtbar, die Spannung kommt trotzdem auf. Neu ist Langs Parallelmontage. So sind zu Beginn drei Sequenzen im Wechsel zusammen geschnitten. Der Mörder ist in dieser Sequenz zunächst nur als Schatten zu sehen. Dazwischen schneidet Lang die Lagerbesprechungen von Polizei und Ganoven, in denen Details der schon geschehenen Taten diskutiert werden.

Peter Lorre bewältigt seine Rolle als schizophrener Kindermörder bravourös. Seine eindringliche und facettenreiche Darstellung gewährt tiefe Einblicke in die Psyche der Figur. Langs Serienmörder ist kein blutrünstiges Monster, sondern ein psychisch labiler Charakter mit Geschichte. Auch in dieser Hinsicht entpuppt sich der Krimi als progressives und zeitloses Meisterwerk.
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