Pancho Villa reitet

Originaltitel
Villa Rides
Alternativ
Rio Morte
Genre
Western
 
USA 1968
 
125 min
Medium
Kinofilm
 
 
Kinostart
20.09.1968 ( D )
 
 
Regie
Buzz Kulik
Darsteller
Yul Brynner, Seyyal Taner, Enrique Santiago, José Riesgo, John Ireland, José Canalejas
Links
IMDB
|0  katastrophal
brilliant  10|
Es gibt noch keine Userkritik!
Pancho Villa reitetWinkler Film
Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenGalerieDVDsbewerten

Yul Brynner reitet für die Mexikanische Revolution

Mexiko zu Beginn des 20 Jahrhunderts: Freiheitskämpfer und Volksheld Pancho Villa (Yul Brynner) und seine rechte Hand Fierro (Charles Bronson) kämpfen für die Revolutionäre um Präsident Madero (Alexander Knox). Der hat mit seinen Truppen die reaktionäre Regierung der Colorados gestürzt. Die Bevölkerung hofft nach Jahrzehnten brutaler Unterdrückung, Krieg und mehreren Machtwechseln auf Frieden, Gerechtigkeit und wachsenden Wohlstand. Die dem alten System noch treuen Regierungstruppen der Colorados wollen ihr Scheitern jedoch nicht hinnehmen.

Sie lassen sich von dem amerikanischen Piloten Lee Arnold (Robert Mitchum) mit Waffen versorgen. Als dessen Flugzeug in einem kleinen mexikanischen Dorf repariert werden muss, macht er die Bekanntschaft von Pancho Villa. Als die Colorados das Dorf angreifen und die Sympathisanten Maderos erhängen, greift Villa mit seinen revolutionären Truppen ein. Als Villa erfährt, dass Arnold die Colorados unterstützt, zwingt er den Waffenhändler dazu, fortan für die Revolution zu fliegen.


Es gibt viele Filme über den Revolutionshelden Pancho Villa (1877 - 1923). Der General der mexikanischen Revolution war eine der schillerndsten Persönlichkeiten seiner Zeit. Er war ein Freiheitskämpfer, Guerrillero, Outlaw, Volksheld, Kriegsherr, Gouverneur und Schauspieler und wegen seinem Hang zur Gewalt selbst Kampfgefährten gefürchtet. Bis heute hält sich die Vermutung, dass ihn die eigene Regierung ermorden ließ. Regisseur Buzz Kulik war sich der Leuchtraft Villas wohl bewusst und versammelte einen hochkarätigen Cast: Neben Yul Brynner und Robert Mitchum in den Hauptrollen glänzen Charles Bronson, Herbert Lom, Frank Wolff und weitere prominente Schauspieler. Besonders Bronson überzeugt als sadistische rechte Hand Pancho Villas. Er würzt seine Dialoge mit trockenen Sarkasmen, wie "Stirb gefälligst draußen, oder weißt du nicht was sich gehört". Auch die Filmmusik von Osterpreisträger Maurice Jarre trägt zur Atmosphäre des Films positiv bei. Die auschoreographierten Kampfszenen wie die entscheidende Schlacht zwischen den Revolutionären und den Colorados ist ohne Frage ein Augenschmaus für Genrefans. Die ausgedehnten, dialogarmen Actionsequenzen haben aber auch unnötige Längen.

Während der Film sich zu Beginn noch stark auf die Optik konzentriert, erreicht er im Laufe der Geschichte einen für eine Hollywoodproduktion doch beachtlichen Tiefgang. Wer eine schwarz-schwarz-gestricktes Story erwartet, hat sich getäuscht. Statt dessen sind die Helden tiefschichtiger charakterisiert, als in einem Revolutionsabenteuer erwartet.

Geschichtlich bewanderte Zuschauer hätten den Film vielleicht historisch korrekter erhofft. Oskar-Preisträger Yul Brynnerhat die erste Fassung des Drehbuchs von Westernlegende Sam Peckinpah allerdings missfallen. Ihm erschien seine Rolle zu negativ gezeichnet. So ließ er diesen kurzerhand als Regisseur und Drehbuchautor feuern und durch Buzz Kulik ersetzen. Kuliks Pancho Villa ist sehr viel weniger brutal, als der historisch überlieferte.
Pancho Villa reitetWinkler Film
Gelungener Abenteuerfilm aus der Zeit der mexikanischen Revolution, der mit hochkarätiger Besetzung und aufwendig inszenierten Kampfszenen überzeugt.
Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenGalerieDVDsbewerten
© 2021 Filmreporter.de