20th Century Fox
Maschinen mit Herz
Die Ice Age-Crew blickt in die Zukunft
Feature: Maschinen mit Herz
Der unerwartete Erfolg von "Ice Age" hat 2002 Millionen Dollar in die fast ausgetrockneten Kassen der Trickabteilung von Twentieth Century Fox fließen lassen. Nach dem Kinoflopp des aufwendig produzierten "Titan A.E." haben die kreativen Köpfe des Blue Sky Studios wieder für Liquidität gesorgt. Nun kommt deren zweites Werk in die Kinos. "Robots" besticht durch eine außergewöhnliche Optik und einen hohen Anspruch. Der öffentliche Erwartungsdruck, der auf den Schultern der Blue Sky Jungs lastet ist nun groß, denn sie werden längst als würdige Kontrahenten von Pixar und Dreamworks gehandelt.
erschienen am 15. 03. 2005
20th Century Fox
Blechbüchsen-Idylle: Rodney mit seinem klapprigen Freund
Nach dem prähistorischen "Ice Age"-Abenteuer des eigenwilligen Rattenhörnchens Scrat und seiner unkonventionellen Steinzeit-Familie spielt sich die neueste Arbeit von Oskarpreisträgers Chris Wedge in der Zukunft ab. Zusammen mit dem Art Director Steve Martino hat Wedge mit "Robots" eine futuristische Animationswelt mit hohem Unterhaltungswert kreiert. Die Einwohner der hypermodernen Metropole Robot City sind Maschinen. Sie haben gewisse Ähnlichkeiten mit gewöhnlichen Blechbüchsen, versprühen jedoch ein ganz spezielles Flair. In der digital animierten Umgebung hat das Erfolgsautorenduo Babaloo Mandel und Lowell Ganz eine liebevolle Geschichte mit witzigen Dialogen gestrickt, in deren Zentrum sich der erfinderische Roboter Rodney Copperbottom befindet.

Sowohl "Robots" als auch "Ice Age" wurden von den 1987 in New York gegründeten "Blue Sky Studios" produziert, die ihrerseits mit einem langfristigen Vertrag an Fox Animation gebunden wurden. Die Idee zu "Robots" war nach Aussage von Firmengründer und Regisseur Wedge bereits vor Fertigstellung von "Ice Age" entstanden, ihre Verwirklichung war aber erst mit dem wirtschaftlichen Erfolg des Eiszeitdramas gesichert. Nachdem die Geschichte des schrulligen Scrats die Fox-Kassen um mehr als 176 Millionen Dollar bereicherte, war der Weg endlich frei. Klar dass der Erwartungsdruck nach über dreijähriger Arbeit recht groß geworden ist.
20th Century Fox
Nach "Ice Age" der zweite Hit von Blue Sky Studios: "Robots"
Die Realisation des neuen Projekts stellte das Team von Blue Sky nicht nur vor eine wirtschaftliche Herausforderung. Das Genre der Animationsfilme lebt von der Persönlichkeit der spielenden Charaktere. Sie müssen nicht nur lebhaft oder sympathisch sein, sondern auch menschliche Züge besitzen, um eine Identifikation zu ermöglichen. Die Darstellung der Bewohner von "Robot City" sind stählerne Maschinen, deshalb war, so Wedge im Interview mit Ricore Medien, ihre Charakterisierung eine besonders reizvolle Aufgabe.

Das Unterfangen, den Roboten nicht nur Leben, sondern auch Menschlichkeit einzuhauchen ist gelungen. Art Director Steve Martino berichtete, dass seine zwei Töchter besonderen Gefallen an "Piper", einem Mädchen mit Pferdeschwänzen gefunden hatten, weil sie sich in ihr wieder zu erkennen glaubten. Das Gefühl, eigene Eigenschaften oder Marotten unter der Blechkleidung zu entdecken, dürften zahlreiche Zuschauer empfinden.Die 30 Zeichner haben zwölf Hauptcharaktere und eine Unmenge an Komparsen liebevoll ausgestaltet. Dem Entstehungsprozess kam Zugute, dass man den Robotern Arme, Beine und andere Körperteile beliebig austauschen konnte, ohne dass die Proportionen oder die vermeintliche "Echtheit" der Figuren darunter leiden mussten.

Ähnlich wie in "Ice Age" konnte die ursprüngliche Besetzung am Computer auch kurzfristig verändert werden. Vermutlich aus diesem Grund wurden, im Gegensatz zu "Große Haie - kleine Fische", keine real existierende Schauspieler als Vorlage für die Physiognomie der animierten Charaktere genommen. Getreu dieser Vorgehensweise wurden die Synchronstimmen erst ausgewählt, als der Animationsfilm bereits fertig produziert war. In der Deutschen Version von "Robots" sind unter anderem Erfolgsvulkanette Michael Herbig, Sängerin Sarah Connor und auch TV-Satiriker Oliver Kalkofe zu hören.
20th Century Fox
Stählerne Maschinen mit Gefühl: Roboter erobern die Kinoleinwand
Die Darstellung der futuristischen Großstadt "Robot City" unterscheidet sich gravierend von bisher produzierten Zukunftsanimationen. Obwohl die digitale Qualität der Animationen hervorragend ist, wirkt die farbenfrohe Optik bei "Robots" modern und nostalgisch zugleich. Den Entwicklern ging es auch darum, gesellschaftliche und wirtschaftliche Verhältnisse aufzuzeigen, die in der virtuellen Welt nicht anders als in der real existierende Welt finden lassen. So sind die Strassen von "Robot City" gleichzeitig von veralteten Maschinen belebt, an deren Metalloberfläche das Vergehen der Zeit erkennbar wird, als auch von hoch entwickelten High-Tech-Robotern mit automatischer Upgradefunktion. Die problematische Beziehung zwischen Arm und Reich findet in "Robots" eine authentisch umgesetzte Thematisierung. Wie ernst es Regisseur Chris Wedge um eine möglichst lebensechte Darstellung bei "Robots" ging beweist die Tatsache, dass er sich intensiv mit den äußerlichen Verschleißerscheinungen verwitterter Metallgegenstände beschäftigt hat.

Mit der gelungenen Optik der, photorealistischen Darstellung und der höchst amüsanten Story setzen die kreativen Köpfe der Blue Sky Studios abermals Maßstäbe im Animationsgenre. Das zweite Kooperationsergebnis mit Fox Animation gibt deshalb allen Anlass zu dem Glauben, dass "Ice Age" nicht das One-Hit-Wonder der jungen Trickfilmschmiede bleiben wird. Als Zuschauer darf man also gespannt in die Zukunft blicken.
erschienen am 15. März 2005
Zum Thema
Robots (Kinofilm)
Nach dem prähistorischem "Ice Age"-Abenteuer des eigenwilligen Rattenhörnchens Scrat und seiner unkonventionellen Familie spielt sich die neueste Arbeit des Oskarpreisträgers Chris Wedge in einer imaginären Zukunft ab. Zusammen mit Art Director Steve Martino hat Wedge eine futuristische Animationswelt mit hohem Unterhaltungswert kreiert. Die Einwohner der hypermodernen Metropole namens Robot City sind Maschinen. In der komplett animierten Umgebung hat das Erfolgsautorenduo Babaloo Mandel und..
Carlos Saldanha ist echter Carioca. So nennen sich die Bewohner von Rio de Janeiro. Hier wird Saldanha auch am 20. Juli 1968 geboren. Bald zieht es den künstlerisch interessierten Brasilianer nach New York. Dort besucht er die New Yorker Ice Age". Es folgen "Robots" und zwei Fortsetzungen des Eiszeitabenteuers. Nach jahrelanger Arbeit kommt sein Animationsabenteuer "Rio (3D)" 2011 in die Kinos. In diesen Film hat er auch seine geliebten Heimatstadt portraitiert.
Weitere Features
Casino zieht Gauner magisch an
Aschenbrötel an der Moldau
2024